Zahnärztliche Gemeinschaftspraxis
Güldenstern & Güldenstern
26180 Rastede-Wahnbek/Universitätsstadt Oldenburg

Prophylaxe
(weit mehr als nur Zähne putzen)

Was bedeutet eigentlich Prophylaxe?

Prophylaxe = Vorbeugung:

Vorbeugend gegen:

  • Karies (Zahnschäden)
  • Gingivitis (Zahnfleischentzündung)
  • Parodontitis (Erkrankung des Zahnhalteapparates)

Zum Erhalt:

  • eines gesunden Gebisses
  • des Zahnersatz
  • der Implantate

Was geschieht in der Prophylaxe?

In der Regel werden die Zähne beim ersten Besuch der Prophylaxe angefärbt, um die persönliche Mundhygiene sichtbar darzustellen:

  • Mundhygienestatus und eingehende Untersuchung zur Vorbeugung gegen Karies und parodontale Erkrankungen
  • Kontrolle des Übungserfolges einschl. weiterer Unterweisungen
  • Entfernung harter und weicher Zahnbeläge, einschl. Politur. Das Polieren aller Zahnoberflächen verhindert zudem die erneute Anhaftung von neuen Zahnbelägen.
  • EMS-Pulverstrahler entfernt den gefährlichen Biofilm.
  • Fluoridierung / Alternativen zu Fluoriden (Aesculus cortex* D1 von Weleda)

* Aesculus cortex ist die Rinde der Rosskastanie

Was reinigen wir in der Prophylaxe?

Alles was sich im Mund befindet,

  • Implantate (mit speziellen Instrumenten sowie mit dem EMS-Pulverstrahler, Gummikelchen und Polierbürstchen)
  • Zähne (mit Handinstrumenten, Ultraschall, Gummikelchen, Polierbürstchen evtl. EMS-Pulverstrahlern)
  • Prothesen (im Ultraschallbad mit einer speziellen Flüssigkeit, um Zahnstein und Beläge zu entfernen)
  • festsitzende kieferorthopädische Apparaturen (Brackets) (mit Gummikelchen, Polierbürstchen und EMS-Pulverstrahlern)

Die Prophylaxebegleitung ist bei vielen Behandlungsmaßnahmen unverzichtbar, wie z. B. bei der Parodontalbehandlung, bei Zahnfleischentzündungen oder bei kieferorthopädischen Behandlungen mit festsitzenden Apparaturen (Brackets).

Zur Parodontalbehandlung (Behandlung des Zahnfleisches) und bei kieferorthopädischen Behandlungen mit festsitzenden Apparaturen (Brackets) wird ein spezieller Pulverstrahler (EMS-Gerät) angewandt, mit dessen Hilfe Brackets und kleinste Nischen zwischen den Zähnen exakt und gründlich gereinigt werden können.

Nach der Aufklärung zur Mundhygiene halten wir für unsere Patienten die nötigen Hilfsmittel (Zahnseide, Interdentalbürstchen etc.) in unserem Praxisshop mit einem umfangreichen hochqualitativen Prophylaxe-programm bereit.

Wie läuft eine Prophylaxesitzung ab?

Der erste Teil besteht aus einer, bzw. wenn notwendig, aus zwei Sitzungen, die dann im Abstand von sieben bis vierzehn Tagen aufeinander folgen. Das leitet über in die kontinuierliche Prophylaxe, deren Sitzungen drei Monate und mehr auseinander liegen können. Die Sitzungen dauern in der Regel 45-60 Minuten. Am Anfang lernt der Patient, wie die Zähne wirkungsvoll gereinigt werden können (Putztechnik, Zahnseide, Interdentalbüstchen).
In jeder Prophylaxesitzung werden Zähne und Zahnfleisch professionell mit speziellen Instrumenten gereinigt, alle Zahnflächen werden sauber und glatt poliert.

Darüber hinaus werden bei Bedarf die Beläge auf den Zähnen mit mikrobiologischen Tests untersucht, um den Entzündungsgrad des Zahnfleisches festzustellen und geeignete Tests zur Erkennung bestimmter Bakterien im Speichel durchgeführt. Die Untersuchungsergebnisse ermöglichen uns einen effizienten Einsatz der Maßnahmen in der Prophylaxe und die Bestimmung des persönlichen Kariesrisikos des Patienten.

Speicheltest

Wozu dient der Speichel?

Der Speichel wird gelegentlich auch als „flüssiger Zahn“ bezeichnet, denn er enthält ein ausgeklügeltes System zur Bakterienabwehr und alle Bestandteile der schützenden Außenschicht des Zahnes, des festen Zahnschmelzes, in gelöster Form. Daher ist es möglich, dass die Zähne den täglichen Angriffen durch Zucker und Säuren so lange widerstehen können, bevor am Ende durch ein oft wiederholtes Hin und Her aus Zahnabbau und Wiederaufbau schließlich doch eine Karies, ein „Loch“, entsteht.
Das Loch entsteht immer dann, wenn das biologische Gleichgewicht durch ein Zuviel an zuckerhaltiger Nahrung (insbesondere süße Zwischenmahlzeiten und Getränke) und/oder durch ein Zuwenig an Mundpflege erheblich gestört wurde. Gelegentlich führen auch individuelle Besonderheiten (z.B. zu geringer Speichelfluss) zu einem gestörten Gleichgewicht.

Wie funktioniert der Speicheltest?

Hiermit wird das individuelle Kariesrisiko bestimmt. Die Anzahl Karies verursachenden Bakterien wird ebenso gemessen wie die Fähigkeit des Speichels zur Neutralisation Zahn schädigender Säure.

Speicheldiagnostik ist keine Hellseherei, sondern die Messung des Risikos zur rechtzeitigen Verhinderung von Löchern, von Karies in der Zukunft. Dazu gibt der Patient bei einem Prophylaxetermin bei seiner Prophylaxeassistentin eine Speichelprobe ab. Es werden dann einige Schutzfunktionen des Speichels gemessen, sowie die zwei wichtigsten Bakterienarten erfasst, die am Kariesgeschehen beteiligt sind. Die Speichelproben werden im Labor zwei Tage lang „bebrütet“, ausgewertet und das Ergebnis – mit den daraus abgeleiteten, individuell auf den Patienten abgestimmten Therapievorschlägen – bei einem Zweittermin besprochen. Der Speicheltest selbst ist sehr einfach und schnell. Da jedoch der Laborteil der Auswertung sehr aufwendig ist, findet aus praktisch-organisatorischen Gründen die Speicheltestung nur an einem gesonderten hierzu geeigneten Termin statt.

Was wird bestimmt?

  • der pH-Wert
  • die Speichelrate
  • die Kariesrisikobestimmung

Kerstin Meyer